Dialog der Kulturen

Dokumentation einer „Veranstaltungsreihe” (Mai-Oktober 2001)

Debatten um das angeblich mangelnde deutsche Nationalbewußtsein haben wieder einmal Hochkonjunktur. Konservative und Rechte bejammern unsere fehlende Identität und fordern, die Deutschen sollten sich zu ihrer Herkunft bekennen und Nationalstolz zeigen. Sogar das morgendliche Absingen der Nationalhymne in Schulen wird gefordert.

Zur gleichen Zeit grassieren Fremdenfeindlichkeit und rassistische Übergriffe. EinwanderInnen sind mit einer Gesetzgebung konfrontiert, die das Prinzip der Abschottung nur dann durchbricht, wenn es darum geht, der deutschen Wirtschaft dringend benötigte Arbeitskräfte aus dem Ausland zuzuführen. Für diejenigen, die bereits hier sind, soll der Deutschunterricht zur Pflicht gemacht und deutsche Leitkultur zum Standard erhoben werden.

Mit dem Projekt "Dialog zwischen den Kulturen" – benannt nach dem diesjährigen Motto der Vereinten Nationen — unternahm die Werkstatt 3 den Versuch, diesem konservativen Diskurs entgegenzutreten. Es sollte aufgezeigt werden, daß das Neben- und Miteinander verschiedener Kulturen längst unverzichtbarer Bestandteil des Alltags geworden ist und eher eine Bereicherung darstellt, als eine Bedrohung.

Die verschiedenen Veranstaltungen haben gezeigt, daß Politiker mit ihren Forderungen und Beschwörungen nur allzuoft hinter der Realität herlaufen.

Die Reihe umfasste folgende Veranstaltungen:
Das Projekt wurde gefördert durch:
Logo der NUE
Norddeutsche Stiftung
für Umwelt und Entwicklung
In Zusammenarbeit mit:
Logo von umdenken e.V.
umdenken – Heinrich-Böll-Stiftung, Hamburg
und andere lokale Heinrich-Böll-Stiftungen
Fassade des Hauses
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