Nach Afghanistan besitzt zur Zeit Kolumbien mit etwa 4 Mio. Binnenflüchtlingen die größte Zahl intern Vertriebener. Der längste innere Konflikt der Welt zeichnet sich durch eine Verquickung von Partisanenkrieg, wirtschaftlichen Interessen multinationaler Konzerne, politischer Einflußnahme der USA und persönlichen Interessen der herrschenden Oligarchie aus. Unter den gewalttätigen Auseinandersetzungen hat vor allem die Zivilbevölkerung zu leiden. Inmitten des Krieges schlossen sich mehrere tausend Menschen in 21 verschieden gearteten Widerstandsdörfern zusammen. Dort sind weder illegale Drogen noch bewaffnete Kämpfer jeglicher Couleur geduldet.
Roland Slomo Büth berichtete von seinen Erfahrungen als internationaler Begleiter und Beobachter in den Friedensdörfern in Urabá, Kolumbien. Die dortige Friedensgemeinde von San José de Apartadó erhielt im September den Aachener Friedenspreis.
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