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Dokumentation der Veranstaltungsreihe
Luso-Afrika – 30 Jahre nach der Unabhängigkeit

Exkurs zu Anfang: Luso - lusophon

Lusophon wird der Sprachraum genannt, in dem die portugiesische Sprache gesprochen wird – also außer in Portugal und Brasilien, in den ehemaligen Kolonien in Afrika:
Angola / Mosambik / Kapverden / Guinea Bissau und São Tome e Principe

Die dazugehörende Wissenschaft ist die Lusitanistik, die sich mit der portugiesischen und galizischen Sprache sowie den portugiesisch-basierten Kreolsprachen und mit den Kulturen der portugiesischsprachigen Länder und Regionen (Angola, Brasilien, Cabo Verde, Goa, Guinea-Bissau, Macau, Mosambik, Ost-Timor, Portugal, São Tomé e Príncipe u. a.) sowie Galiziens beschäftigt. Portugiesisch ist Muttersprache für ca. 200 Millionen Menschen und damit nach dem Spanischen zweitgrößte romanische Sprache; es hat fast dreimal soviele muttersprachliche Sprecher wie das Französische.

Allgemein

Im Jahr 2005 begehen die ehemaligen portugiesischen Kolonien in Afrika ihren
30. Unabhängigkeitstag. Angola, Mosambik, Kap Verde, São Tomé e Principe (Guinea Bissau ist bereits seit 1973 unabhängig).

Ein Jahr nachdem sich Portugal 1974 mit der Nelkenrevolution selbst von der Jahrzehnte währenden Diktatur unter Salazar befreite, erhielten die Kolonien ihre -zum Teil Jahrzehnte umkämpfte - eigene Unabhängigkeit. Mosambik und Angola blieben allerdings bis in die 90er Jahre hinein Schauplatz von kriegerischen Auseinandersetzungen. Schauplatz von Stellvertreterkriegen – zu Zeiten des Ost-West-Konfliktes – diese gingen nahezu übergangslos über in Bürgerkriege zwischen Rebellen- und Regierungstruppen.

In diesem Jahr nun feiern die inzwischen afrikanischen Demokratien ihren 30. Unabhängigkeitstag. Mit der Veranstaltungsreihe – Luso–Afrika - 30 Jahre nach der Unabhängigkeit, wollen wir der Frage nachgehen, wie es heute in den ehemaligen Kolonien aussieht und die Information ergänzen mit kulturellen Einblicken in die lusophone Welt Afrikas.

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